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Great Prison Islands

Der Internetmilliardär Markus Mask betreibt einen kleinen privaten Inselstaat mit Luxusgefängnis, die Great Prison Islands. Zielgruppe seiner Investition seien „wohlhabende Menschen, die einer möglicherweise unfairen Verurteilung in einem anderen Staat zuvorkommen wollen“.

Menschenrechtsanwältin Eva Lillian: „Ohne dem Doppelbestrafungsverbot könnten Konzernchefs mehrere Male in unterschiedlichen Staaten für dieselbe Tat verurteilt werden – 60x eine 1jährige Strafe in 60 Staaten sind auch 60 Jahre.“

Auf den Great Prison Islands gäbe es einen Golfplatz, Zellenservice mit Essen nach Geschmack der Insassen, Saunabereich, Kinosäle, stille Arbeitsbereiche, Fitnesscenter, Spa, Angestellten- und Familienwohnungen, Meeresausblick, und andere Annehmlichkeiten.

Lillian: „Bei Gefängnisstrafen geht es um den Schutz der Gesellschaft vor den Insassen. Die Insassen werden weggesperrt, dafür hat die Gesellschaft draußen ihre Ruhe. Der Kerker, den manche den Insassen wünschen, mit sadistischen Haftbedingungen, Schimmel, kalten Betten, das erzwungene Gefühl von Hilflosigkeit und Minderwertigkeit, wäre bei Umsetzung ein weiteres Verbrechen; ein Verbrechen der Gesellschaft an Menschen.“

Um auf den Great Prison Islands verurteilt werden zu können müssten die Interessierten 14 Tage im Jahr durchgehend dort wohnen; oder einen Firmensitz auf den Inseln haben. Die Kosten seien „für die Zielgruppe erschwinglich“, und lägen im 8stelligen Bereich pro Jahr.